Ohne Schutzausrüstung in eine kontaminierte Wohnung? Das verstößt gegen die BiostoffV. Diese Technische Regel für Biologische Arbeitsstoffe schreibt vor, welche Schutzmaßnahmen bei Arbeiten mit biologischen Gefährdungen - etwa nach einem Todesfall oder einer Verwahrlosung - einzuhalten sind. Wer als Vermieter oder Angehöriger solche Räume ohne PSA betritt, riskiert nicht nur die eigene Gesundheit, sondern begibt sich in eine rechtlich problematische Lage.
Eine Pflicht zur Desinfektion ergibt sich nicht automatisch aus jedem Todesfall. Falls jedoch eine längere Liegezeit vorlag, Verwesung eingetreten ist oder die Wohnung verwahrlost war, besteht eine Handlungspflicht - sowohl aus hygienischen als auch aus mietrechtlichen Gründen. Nach § 535 BGB schuldet der Vermieter eine Wohnung in vertragsgemäßem Zustand; eine nachgewiesene Kontaminationszone kann diesen Zustand dauerhaft aufheben, wenn keine fachgerechte Behandlung erfolgt. Ob eine Wohnung nach einem Todesfall desinfiziert werden muss, lässt sich pauschal nicht verneinen - es hängt vom Einzelfall ab. Gleiches gilt für Schimmelbefall, gewerbliche Tierhaltung in Privaträumen oder Extremverwahrlosung.
Standard ist die Scheuer-Wisch-Desinfektion. Dabei werden kontaminierte Flächen zunächst mechanisch gereinigt und anschließend mit VAH-gelisteten Mitteln behandelt, die nachweislich gegen Bakterien, Viren und Pilze wirksam sind. Die VAH-Liste - herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie - gibt Wirkspektrum und Einwirkzeiten vor. Besonders bei Verwesung ist die Sporenlast auf porösen Untergründen wie Holzböden oder Tapeten erhöht; hier reicht eine Oberflächenbehandlung häufig nicht aus.
Richtwerte: Reinigungsstunden werden mit ca. 40 €/h abgerechnet, kontaminiertes Material zur Entsorgung mit ca. 40 €/m³. Eine Ozonbehandlung zur Geruchsneutralisierung kostet ab 12 €/m². Gesamtkosten beginnen ab 500 €. Hausrat- oder Gebäudeversicherungen übernehmen die Kosten häufig, sofern ein Versicherungsfall vorliegt - eine genaue Prüfung des jeweiligen Vertrags ist empfehlenswert. Nach der kostenlosen Besichtigung lässt sich der tatsächliche Aufwand realistisch einschätzen.
Der Arbeitsschutz nach BiostoffV verlangt geeignete PSA: Atemschutz der Klasse FFP3, flüssigkeitsdichte Schutzanzüge sowie Handschuhe nach EN 374. Für Besichtigung und unverbindliches Angebot in Schwaikheim: ☎︎ 0800 6003005.
Kontaktieren Sie AST Deutschland unter 0800 6003005 — kostenfrei und rund um die Uhr. Nach Ihrem Anruf erhalten Sie zeitnah einen Kostenvoranschlag für die Wohnungs-Desinfektion in Schwaikheim. Alternativ: Kontaktformular.
Ja, über unser Kontaktformular können Sie Fotos hochladen. Bilder der betroffenen Räume helfen uns, den Umfang in Schwaikheim besser einzuschätzen und Ihnen schneller einen realistischen Kostenvoranschlag zu erstellen.
Unser Einzugsgebiet umfasst Schwaikheim und die Umgebung mit Orten wie Leutenbach, Winnenden, Korb und Remseck am Neckar. Durch unser bundesweites Netzwerk sind wir in der gesamten Region kurzfristig verfügbar.
Ja, die Entsorgung kontaminierter Materialien ist in unserem Kostenvoranschlag für Schwaikheim enthalten. Es entstehen keine versteckten Zusatzkosten.
Unsere Mitarbeiter verfügen über Sachkunde nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) und werden regelmäßig geschult. Sie arbeiten mit professioneller Schutzausrüstung und nach den Richtlinien des Robert Koch-Instituts.
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