Wenn ein Angehöriger verstorben ist, stehen die Hinterbliebenen vor emotionalen und praktischen Herausforderungen. Die Wohnungsräumung nach einem Todesfall gehört zu den schwierigsten Aufgaben, besonders wenn Ihr Vater, Ihre Mutter oder Ihre Großmutter in den eigenen vier Wänden verstorben ist. Nach der BiostoffV und TRBA 250 gelten dabei spezielle Schutzvorschriften, die Angehörige oft überfordern.
Bei einem natürlichen Tod ohne längere Liegezeit können Angehörige selbst mit der Wohnungsräumung beginnen. Persönliche Gegenstände und Möbel lassen sich nach einer oberflächlichen Reinigung mit VAH-gelisteten Desinfektionsmitteln handhaben. Anders verhält es sich bei Todesfällen mit Verwesungsspuren oder wenn biologisches Material ausgetreten ist.
Verwesungsspuren entfernen Angehörige niemals selbst. Sobald Körperflüssigkeiten in Böden, Wände oder Möbel eingedrungen sind, entsteht eine Kontamination nach Biostoffverordnung. Die Verwesung setzt bereits wenige Stunden nach dem Tod ein und verstärkt sich bei warmen Temperaturen erheblich. Geruchsbildung, Verfärbungen und potenzielle Krankheitserreger erfordern dann zwingend eine fachgerechte Dekontamination.
Fachkundige Tatortreiniger arbeiten nach DIN 10079 und verwenden spezielle Schutzausrüstung der Kategorie III. Sie dokumentieren jeden Arbeitsschritt für Versicherungen und Gesundheitsämter. Die fachgerechte Entsorgung kontaminierter Materialien erfolgt als Abfall der Kategorie AS 180103 über zugelassene Entsorger.
Die Reinigungskosten nach einem Todesfall gelten als Nachlassverbindlichkeit und mindern den Erbschaftswert. Eine fachgerechte Tatortreinigung kostet ab 500 Euro, abhängig von Kontaminationsgrad und Raumgröße. Zusätzlich fallen Kosten für die Entsorgung kontaminierter Gegenstände mit etwa 40 Euro pro Kubikmeter an.
Oft übernimmt die Hausratversicherung des Verstorbenen oder die Wohngebäudeversicherung diese Kosten. Wichtig ist eine zeitnahe Schadenmeldung mit ärztlichem Totenschein und Polizeiprotokoll. Eine kostenlose Besichtigung durch den Fachbetrieb hilft bei der Schadenschätzung für die Versicherung.
Bei unkomplizierten Todesfällen ohne Kontamination können Angehörige mit entsprechender Schutzausrüstung beginnen. Handschuhe, Atemschutz und Schutzkleidung sind dabei Mindeststandard. Persönliche Gegenstände lassen sich nach oberflächlicher Desinfektion sortieren und aufbewahren.
Möbel und Textilien ohne direkten Kontakt zu Körperflüssigkeiten können Angehörige selbst reinigen. VAH-gelistete Flächendesinfektionsmittel bieten dabei ausreichenden Schutz. Bei Unsicherheiten sollten Sie jedoch durch Fachpersonal Hilfe anfordern, da gesundheitliche Risiken nicht unterschätzt werden dürfen.
Fachbetriebe beginnen mit einer detaillierten Bestandsaufnahme und Gefährdungsbeurteilung nach TRBA 250. Kontaminierte Bereiche werden abgesperrt und mit Unterdruck-Systemen isoliert. Die eigentliche Reinigung erfolgt mit speziellen enzymatischen Reinigern und VAH-zertifizierten Desinfektionsmitteln.
Bei starker Kontamination kommen Ozonbehandlungen zur Geruchsbeseitigung zum Einsatz, die etwa 12 Euro pro Quadratmeter kosten. Nach Abschluss der Arbeiten erfolgt eine mikrobiologische Freimessung, die die vollständige Dekontamination bestätigt. Diese Dokumentation benötigen Angehörige für Versicherungen und eventuelle Vermietung.
Der Todesfall in der Wohnung eines Angehörigen belastet nicht nur praktisch, sondern auch emotional erheblich. Notfallseelsorge und Trauerhilfe-Organisationen bieten fachkundige Unterstützung in dieser schwierigen Zeit. Viele Gemeinden in Nordrhein-Westfalen verfügen über entsprechende Beratungsangebote.
Die Haushaltsauflösung nach Todesfall sollte nicht unter Zeitdruck erfolgen. Nehmen Sie sich die nötige Zeit für Abschied und Erinnerungen, während sachkundige Dienstleister die hygienischen Aspekte übernehmen.
Rufen Sie uns an unter ☎︎ 0800 6003005 — die Erstberatung ist kostenlos.
Rufen Sie unsere kostenlose Beratungshotline 0800 6003005 an — wir sind rund um die Uhr erreichbar, auch an Wochenenden und Feiertagen. Alternativ können Sie uns über das Kontaktformular erreichen. Wir koordinieren den Einsatz in Jüchen und Umgebung.
Für einen Kostenvoranschlag benötigen wir: Art des Vorfalls, Raumgröße (ungefähre m²), Anzahl betroffener Räume und möglichst Fotos. Rufen Sie 0800 6003005 an oder nutzen Sie das Kontaktformular.
Ja. Nach der Wohnungsauflösung für Angehörige in Jüchen übergeben wir die Wohnung in einem hygienisch einwandfreien Zustand. Alle Kontaminationen werden beseitigt, sodass Sie bedenkenlos einziehen können.
Bei einem Todesfall mit polizeilicher Ermittlung muss die Wohnung in Jüchen erst von der Polizei freigegeben werden. Erst danach darf die Reinigung beginnen. Wir beraten Sie dazu gerne unter 0800 6003005.
Ja, wir erstellen grundsätzlich einen kostenfreien Kostenvoranschlag, bevor wir mit der Arbeit beginnen. So wissen Sie vorher, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen. Rufen Sie uns unter 0800 6003005 an oder nutzen Sie das Kontaktformular.
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